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VORTRAG: Maximilian Rauschenbach

Selbstwahrnehmung/ Fremdwahrnehmung – Körperlichkeit in der frühen Videokunst

23.05.19,18:00

Videoarchive erzählen

Nordrhein-Westfalen war seit Ende der 1960er-Jahre einer derlebendigsten Orte der künstlerischen Avantgarde und besonders der frühen Videokunst. Früh entstanden hier wichtigeSammlungen – mit einem besonderen Fokus auch auf diezeitgenössische regionale Videokunstszene –, die heute noch bestehen und einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der frühen Videokunst in Deutschland gewähren können.

Die Veranstaltungsreihe Videoarchive erzählenstellt einige der wichtigsten Institutionen mit ihren Videokunst-Sammlungen vor: das Folkwang Museum in Essen, die Stiftung imai in Düsseldorf, das Kunstmuseum Bonn, das Ludwig Forum Aachen sowie die Videonale Bonn. Jede dieser Sammlungen hat ihren eigenen Schwerpunkt, der in den eigens für die Programmreihe zusammengestellten Videoprogrammen präsentiert wird. DiePräsentationen werden flankiert von Einführungen, Vorträgen und Gesprächsrunden.

Vortrag und Videovorführung zum Videoarchiv des Bonner Kunstmuseums, kuratiert von Maximilian Rauschenbach,wissenschaftlicher Volontär am Kunstmuseum Bonn.

Den Anfang in Aachen macht Maximilian Rauschenbach vom Kunstmuseum Bonn mit einem Vortrag und Screening-Programm zum Thema Körperlichkeit in der frühen Videokunst.

In der ersten Hälfte der 1970er-Jahre agieren einige derKünstler*innen ohne Publikum im Atelier vor der Kamera. Das mediale Bild fungiert in diesen Fällen als narzisstischer Spiegel und elektronisches Gestaltungsmaterial zugleich.

In Performances vor Publikum oder im öffentlichen Raum erfüllt das Video zu dieser Zeit ebenfalls eine zentrale mediale Funktion. Es thematisiert nicht nur einen zufälligen Ausschnitt von soziokulturellen Strukturen und menschlichen Verhaltensweisen, sondern demonstriert auch die mediale Kategorie der Überwachung und den voyeuristischen Blick. Die beiden Pole– Kontrolle und Selbsterfahrung – zwischen denen der Körper performativ verhandelt wird, bilden den großen Themenschwerpunkt der frühen Videoarbeiten.

Das Forschungsprojekt Videoarchiv am Ludwig Forum Aachen, ist als wissenschaftliche Website öffentlich zugänglich. Dort finden sich u.a. kurzeVideoclips, Essays und Interviews, die ausgewählte Künstler*innen der Sammlung eingehend vorstellen, sowie eine Zusammenschau der Ereignisse, die die Genese der Aachener Videosammlung seit den frühen 1970er-Jahren begleitet haben.

The research project Video Archive at Ludwig Forum Aachen is designed as ascientific website. It offers short video clips, essays and interviews by selectedartists of the collection, as well as a summary of events that have accompagniedthe establishment of the video collection based in Aachen since the early 1970s.

www.videoarchiv-ludwigforum.de

Do 23.05.2019, 18-19.30 Uhr | VORTRAG UND VIDEOPROGRAMM IM SPACE

Eintritt frei

Videoarchive erzählen ist eine Initiative der Videonale Bonn in Kooperation mit Folkwang Museum Essen, Stiftung imai, Düsseldorf, Kunstmuseum Bonn und Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Info

Jülicher Straße 97–109
52070 Aachen
Tel. +49 241 1807-104
Fax +49 241 1807-101
info@ludwigforum.de

 

Öffnungszeiten:
Di–So 10–17 Uhr
Do 10–20 Uhr
Montags geschlossen

Bibliothek:
Di–Fr 13–17 Uhr

Geschlossen: 24.12., 25.12., 31.12., Fettdonnerstag, Karnevals-
sonntag und Rosenmontag

Eintritt: 10 € / erm. 6 €

Freier Eintritt:
Jeden Donnerstag und an Neujahr

Führungen und Workshops:
museumsdienst@mail.aachen.de

Preise

6,00 € / ermäßigt 3,00 €
„Six for Six“-Karte 14 € (ermäß. 10 €)
„Auf ins Museum“-Karte 12 €
Alle unter 21 Jahren: Eintritt frei!

Zentis-Tag: Jeden Donnerstag freier Eintritt!