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Vortrag: Deutschstunde 1968. Protokolle eines Schülers

Ein Vortrag von Bernd Feuchtner mit anschließender Diskussionsrunde.

24.05.18,18:00

Auch in deutschen Schulen gärte es im Jahr 1968. Trotz der in der Gesellschaft  begonnenen Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit unterrichteten die meisten deutsche Schulen so weiter, als wäre nie etwas geschehen. Es wurde weder kritisch reflektiert, noch inhaltlich diskutiert, sondern lediglich oberflächlich und formal vermittelt. Marxistische, psychoanalytische und politische Literatur fehlten auf dem Lehrplan. Aus Boykott gegen jene Unterrichtsform beschloss ein Schüler eines deutschen Gymnasiums, ein Jahr zu schweigen und stattdessen den Deutschunterricht zu protokollieren, der den Schülern oktroyiert wurde. Ein subjektives Zeitdokument der damaligen Bildungsreform entstand und ist heute, 50 Jahre später, wieder relevant und macht eine Debatte anhand von authentischem Material möglich.

Bernd Feuchtner publiziert die Protokolle des Schülers in seinem Buch „Deutschlandstunde 1968. Protokolle eines Schülers“ und kommentiert die damalige Bildungsdebatte.

In seinem Vortrag wird Bernd Feuchtner die Situation an deutschen Schulen in den „68ern“ veranschaulichen und aufzeigen, welche Fakten die Notwenigkeit einer Bildungsreform unterstreichen sowie aus heutiger Sicht noch maßgeblich sind. Abschließend wird er gemeinsam mit Andreas Beitin über das Vermächtnis der 1968er-Bildungsreform diskutieren.

Derzeit ist Bernd Feuchtner in Berlin als freier Publizist tätig. Zwei Jahrzehnte lang war er einer der profiliertesten deutschsprachigen Musik- und Tanzpublizisten, bevor er von der Theorie in die Praxis wechselte und im Jahr 2005 Operndirektor in Heidelberg wurde. Dort baute er auch das Barockfestival „Winter in Schwetzingen“ auf, das er bis 2011 leitete. 2009-2011 war er Operndirektor und Chefdramaturg in Salzburg und 2011-2015 Chefdramaturg am Staatstheater Karlsruhe sowie Leiter der Internationalen Händelfestspiele.

Eintritt: frei

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Alle unter 21 Jahren: Eintritt frei!

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