Ludwig Forum für Internationale Kunst

Museum des Jahres & Ausstellung des Jahres 2018

Die Kunstkritiker haben entschieden: Die Auszeichnung Museum des Jahres 2018 der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA erhält das Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen. Das Haus beherbergt neben umfangreichen Beständen aus der Sammlung von Irene und Peter Ludwig auch ein bedeutendes Videoarchiv. Unter der aktuellen Leitung von Andreas Beitin fiel das Ludwig Forum vor allem durch gut präsentierte und recherchierte thematische Sonderausstellungen auf, die künstlerische Strömungen der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit in neuem Licht zeigen und dabei auch kulturelle und politische Kontexte veranschaulichten.

Damit nicht genug: Nach Bekanntgabe der Entscheidung durch das Präsidium wählte die Mitgliederversammlung aus den Vorschlägen einer Jury die ebenfalls im Ludwig Forum präsentierte Schau Flashes of the Future zur Ausstellung des Jahres 2018. Die von Andreas Beitin und Gastkurator Eckhart Gillen (Berlin) erarbeitete Ausstellung habe in mehr als 200 Werken ein nie zuvor so umfassendes Panorama der Kunst um 1968 in all ihren Stilrichtungen entfaltet, so die Jury.

Während die Erinnerung an das Jahr 1968 in politischer Hinsicht meist auf die Studentenrevolte eingeengt sei, hätten die Kuratoren gezeigt, dass sich der gesellschaftliche Umbruch, der 1968 seinen Ausgang nahm, in der Kunst lange zuvor angekündigt hatte. Der umfangreiche Katalog analysiere und erläutere in rund 60 Beiträgen Kunst, Politik und Gesellschaft jener Zeit. Eine so vollständige und differenzierte Bestandaufnahme der damaligen kulturellen Situation könne wohl erst im Abstand von einem halben Jahrhundert gelingen.

„So überraschend die Nachricht über die beiden Preise kamen, so sehr bin ich hocherfreut und dankbar“, sagt Andreas Beitin. „Zumal die zwei unabhängig voneinander entscheidenden Jurys der AICA sich für das Ludwig Forum als Museum des Jahres und auch für unsere große 68er-Ausstellung ausgesprochen haben. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes und natürlich auch eine tolle Auszeichnung für das gesamte Team des Hauses sowie auch für Eckhart Gillen, der mit mir zusammen die Ausstellung kuratiert hat.“

Die Publikation zur Ausstellung ist in der Reihe Zeitbilder der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erschienen (hg. von Andreas Beitin und Eckhart Gillen), 592 Seiten, ca. 560 Abbildungen und kann für 7 Euro! an der Museumskasse erworben oder bei der Bundeszentrale bestellt werden:

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