Was bedeutet es, von einem Bild „getroffen“ zu werden? Eine physische Begegnung, eine emotionale Berührung? Vielleicht auch eine durchdringende Erkenntnis oder Verletzung, oft plötzlich und unerwartet. Und berühren Fotografien uns anders als andere Kunstwerke?
Anhand dieser Fragen setzt die Ausstellung im Grafischen Kabinett des Ludwig Forum zu einer kleinen Fingerübung in Sachen Fotografiebetrachtung an. Die Auswahl aus dem Sammlungsbestand folgt dabei nicht nur thematischen Linien auf der Grenze zwischen Dokumentation und künstlerischem Anspruch, sondern auch der Freude am Wiederentdecken von Werken, die aufgrund ihrer hohen Lichtempfindlichkeit lange im Depot verborgen lagen und deren besondere Kraft sich erst bei der genauen Betrachtung in intimer Zweisamkeit vollständig entfaltet.
Mit Arbeiten von Herbert Albert, Wolfgang von Contzen, Peter Helm, Heiner Ix, Irmel Kamp, Hans-Martin Küsters, Hans Laven, Daniel Poensgen, Wilhelm Schürmann
Kuratiert von Dr. Nora Riediger
Bild: Herbert Albert, Formentera, 1979, Gelatinesilberabzug