{"id":5106,"date":"2015-10-27T09:47:34","date_gmt":"2015-10-27T09:47:34","guid":{"rendered":"http:\/\/lufomuseum.fenomen.de\/?page_id=5106"},"modified":"2015-10-27T09:52:16","modified_gmt":"2015-10-27T09:52:16","slug":"institut-fuer-betrachtung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwigforum.de\/en\/institut-fuer-betrachtung\/","title":{"rendered":"Institut f\u00fcr Betrachtung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5107\" src=\"https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm.jpg\" alt=\"Tim Berresheim, Future Gipsy Antifolklore (Stage) I, 2010, Diasec, 235x313cm\" width=\"2500\" height=\"1893\" srcset=\"https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm.jpg 2080w, https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm-300x227.jpg 300w, https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm-1024x775.jpg 1024w, https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm-768x582.jpg 768w, https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm-1536x1163.jpg 1536w, https:\/\/ludwigforum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Tim-Berresheim-Future-Gipsy-Antifolklore-Stage-I-2010-Diasec-235x313cm-2048x1551.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2500px) 100vw, 2500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Ausstellung \u201eTim Berresheim. 2003-2015\u201c wird das Institut f\u00fcr Betrachtung (IFB) einige Vortr\u00e4ge im Ludwig Forum veranstalten.<\/p>\n<p>Das IFB wurde im September 2014 von Wolfgang Brauneis und Tim Berresheim, mit Unterst\u00fctzung von Jochen Lauscher (C\/O), gegr\u00fcndet und soll als Ort f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit jenen dr\u00e4ngenden Fragen zur zeitgen\u00f6ssischen Kunst dienen, die sich angesichts der momentanen Umbruchsphase stellen: Wie viel Zeitgenossenschaft steckt in zeitgen\u00f6ssischer Kunst? Wie wird \u00fcber zeitgen\u00f6ssische Kunst gesprochen? Welche Auswirkungen haben die einschneidenden technologischen und \u00f6konomischen Entwicklungen auf s\u00e4mtliche Bereiche des Kunstbetriebes?<\/p>\n<p><strong>Do, 29.10.15, 18.30 Uhr<br \/>\nBRD, Oktober 1974. Die Rodung, das Polenm\u00e4dchen und der Kojote<\/strong><br \/>\nVortrag von Wolfgang Brauneis<\/p>\n<p>Im Oktober 1974 setzt der j\u00fcdische Historiker Joseph Wulf, der in den 1950er und 60er Jahren zahlreiche B\u00fccher zur (Kultur-)Geschichte des \u201eDritten Reichs\u201c publiziert hat, seinem Leben ein Ende. Dass in seinen letzten Lebensjahren das Gef\u00fchl der Wirkungslosigkeit seiner Forschungen \u00fcberwog, lag auch an dem etwa 1968 beginnenden Verebben der bundesrepublikanischen Nachkriegs-Demut. Inwieweit hat sich diese Ver\u00e4nderung der allgemeinen Stimmungslage in den diversen kulturellen Sph\u00e4ren bemerkbar gemacht? Wolfgang Brauneis untersucht diese Frage, indem er \u2013 vor dem Hintergrund von Wulfs Wirken \u2013 die Produktionen von Joseph Beuys, Heino und dem Eichhorst-Sch\u00fcler Lothar Sperl aus der \u00c4ra Brandt (1969-74) miteinander verkn\u00fcpft, und pl\u00e4diert damit f\u00fcr eine st\u00e4rker kultur- und sozialgeschichtlich ausgelegte Revision etablierter kunsthistorischer Erz\u00e4hlungen.<\/p>\n<p>Wolfgang Brauneis ist freier Kunsthistoriker und Kunstkritiker in K\u00f6ln.<\/p>\n<p><strong>Do, 19.11.15, 18.30 Uhr<br \/>\nErwartungstreue als Modus Operandi<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Vortrag von Tim Berresheim<\/p>\n<p>In seinem Multimediavortrag mit anschlie\u00dfendem Ausstellungsrundgang besch\u00e4ftigt sich der K\u00fcnstler Tim Berresheim anhand ausgew\u00e4hlter Arbeiten mit einigen Fragen, die sich angesichts der M\u00f6glichkeiten zeitgen\u00f6ssischer Bildproduktion stellen. Muss die Bildende Kunst vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung in anderen Bereichen wie Film, Fernsehen, Games oder Werbung und den damit verbundenen neuen Arbeitsprozessen eventuell kapitulieren? Hat sie \u2013 wenn selbst die allgegenw\u00e4rtige Postinternet-Art, die sich explizit der digitalisierten Zeitgenossenschaft verschrieben hat, mit prim\u00e4r konzeptuellen statt visuellen Angebote aufwartet \u2013 wom\u00f6glich bereits kapituliert? Wie k\u00f6nnte das Terrain aussehen, das in der aktuellen Umbruchphase auf bildk\u00fcnstlerische Weise beackert werden und von wo aus in puncto zeitgem\u00e4\u00dfe Bildproduktion weitergearbeitet werden k\u00f6nnte?<\/p>\n<p><strong>Do, 10.12.15, 18.30 Uhr<br \/>\nVom Nichtberlinern. \u00dcber die Chancen der Provinz<\/strong><strong><em><br \/>\n<\/em><\/strong>Vortrag von Christian Janecke<\/p>\n<p>Kaum ein vielversprechender K\u00fcnstler, kaum eine Akademieabsolventin, die sich dem neuerlichen Zug der Lemminge in die Hauptstadt verweigern w\u00fcrde, um lieber ein Leben als Landei oder in St\u00e4dten wie N\u00fcrnberg, Kiel oder Aachen zu f\u00fchren. Die Anzahl ernstzunehmender Galerien ist dort ja eher \u00fcberschaubar; die Museen befl\u00fcgeln die ortsans\u00e4ssige K\u00fcnstlerschaft meist nur m\u00e4\u00dfig. Was also spricht, abgesehen von Lokalmatadorentum, f\u00fcrs \u2018Nichtberlinern\u2019 (= Kunst studiert haben und <em>nicht<\/em> nach Berlin ziehen)? Und gegengefragt, was lehrt uns das freilich dennoch unger\u00fchrt weiter um sich greifende Berliner Massenk\u00fcnstlertum eigentlich \u00fcber Kunst?<\/p>\n<p>Christian Janecke ist Professor f\u00fcr Kunstgeschichte an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung Offenbach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Anl\u00e4sslich der Ausstellung \u201eTim Berresheim. 2003-2015\u201c wird das Institut f\u00fcr Betrachtung (IFB) einige Vortr\u00e4ge im Ludwig Forum veranstalten. 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