Nach PC, Internet und Smartphone entwickelt sich Künstliche Intelligenz derzeit zur vierten großen technologischen Innovation in der Geschichte der Digitalisierung. Doch was passiert, wenn es bald Supercomputer gibt, mit denen sich die gigantischen Datenmengen der KI verarbeiten lassen? Mit dieser wichtigen Zukunftsfrage beschäftigt sich seit einiger Zeit das Forschungszentrum Jülich, eine der großen interdisziplinären Forschungseinrichtungen Europas. Bei einem Besuch vor Ort erklären Forschende anhand aktueller Projekte, wie Künstliche Intelligenz und Supercomputing zusammenhängen.
Das Forschungszentrum liegt mitten im Grünen, zwischen rund 100.000 Bäumen im Stetternicher Forst bei Jülich. Rund 7.500 Menschen – darunter etwa 1.200 Gastwissenschaftler:innen aus rund 80 Ländern – arbeiten dort und an den 18 Außenstellen in Deutschland und der Welt an den Lösungen der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit: Wie können uns die Energiewende und eine Begrenzung des Klimawandels gelingen? Welche Herausforderungen ergeben sich durch die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft? Wird es uns gelingen, das menschliche Gehirn zu verstehen? Und wie können wir den Wandel hin zu einem biobasierten und nachhaltigen Wirtschaften ermöglichen? Zahlreiche wissenschaftliche Infrastrukturen für Super- und Quantencomputing und die Energie- und Atmosphärenforschung, aber auch höchstauflösende Elektronenmikroskopie, bildgebende Verfahren für die Hirn- oder Pflanzenforschung oder auch Neutronenstreuungsinstrumente werden für die Spitzenforschung genutzt. Zudem betreibt das Jülich Supercomputing Centre (JSC) des Forschungszentrums eine der leistungsfähigsten Supercomputer-Infrastrukturen in Europa und hostet den ersten europäischen Exascale-Supercomputer JUPITER.