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SUMMARY:Training the Archive - Lab
DESCRIPTION:Training the Archive möchte die Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz (KI) begleiten\, kritisch hinterfragen und die Technologie im Hinblick auf eine Anwendung in der Museumspraxis untersuchen. Im Zentrum steht die Frage\, ob Möglichkeiten und Risiken von KI in Bezug auf die automatisierte Strukturierung von Sammlungsdaten zur Unterstützung der kuratorischen Praxis bestehen. Welche Wege der Kollaboration zwischen KI-Systemen und Expert*innen sind möglich und können zu einer explorativeren Recherche beitragen? Werden Muster\, Zusammenhänge und Assoziationen in musealen Sammlungsdaten erkennbar\, die für den Menschen in dieser Form nicht ersichtlich sind? \nIn der laborhaften Ausstellung präsentiert das Forschungsprojekt seine Ergebnisse und gibt Einblick in die fachliche Auseinandersetzung. Neben einer Auswahl an Literatur zum Selbststudium stehen alle veröffentlichten Texte\, sogenannte Working Papers\, des Projektes zur Verfügung. Gezeigt werden auch Interviews mit internationalen Künstler*innen\, Kurator*innen und Theoretiker*innen\, die in den vergangenen Jahren wesentliche Beiträge zum Forschungsfeld der Bildproduktion und KI geleistet haben. Die Präsentation versteht sich als „Work in Progress“ und wird sich stetig weiterentwickeln\, neue Ergebnisse ausstellen oder passende künstlerische Positionen in Zusammenhang bringen. \ntrainingthearchive.ludwigforum.de \nWissenschaftliche Projektleitung\nDominik Bönisch \nVerbundpartner\nHMKV Hartware MedienkunstVerein\, Dortmund:\nDr. Inke Arns & Francis Hunger \nDigitaler Partner\nVisual Computing Institute\, RWTH Aachen University:\nProf. Dr. Leif Kobbelt\, Dr. Isaak Lim\, Moritz Ibing & Marian Schneider \nVeranstaltung:\nKonferenz zu Kunst und Algorithmen\, 17.-18.11.2022
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SUMMARY:Double Wall Project: Ulrike Müller
DESCRIPTION:Die Wandbilder Paper Body (ghost) und Paper Body (pointer) von Ulrike Müller (beide 2023)\, sind temporäre Monumentalisierungen zweier kleinformatiger Collagen\, die für die Architektur im Ludwig Forum entsprechend vergrößert als Farbflächen auf die Wand übertragen wurden. Die einzelnen ‚Papierschnipsel‘ der Collagen wurden dabei zu abstrakten\, zum Teil mehrschichtig in Schwammtechnik aufgetragenen Farbelementen. In den unteren Bereichen des rechten Wandbildes Paper Body (pointer) hat Ulrike Müller eine Gruppe von sechs Collagen der Serie Instrumentarium\, 2021\, integriert. Wie auch die Vorlagen der Wandbilder sind sie während der Coronapandemie entstanden\, um in einer Zeit verschobener Realitäten die eigenen Instrumentarien\, und damit die Formen\, Farben und Methoden ihres künstlerischen ‚Papierkörpers‘ zu befragen und als Werkzeuge auf einzelnen Blättern auszubreiten. Die Miniatures (2014)\, eine Gruppe von 13 kleinen Emaillearbeiten auf der Stirnwand des Treppenaufgangs\, sowie das Muster des für die Ausstellung gedruckten Stoffs der Sitzbank setzen dieses Spiel mit Größenverhältnissen und Materialübersetzungen fort. \nSeit 2013 verwendet Ulrike Müller für die architektur- und ortsbezogene Installation ihrer Ausstellungen farbig gestrichene Wände. Mit The Conference of the Animals (A Mural)\, 2020\, im New Yorker Queens Museum rückte das Wandbild selbst in den Vordergrund. Waren in Queens noch Zeichnungen und Druckgrafiken auf der bemalten Wand installiert\, fungierte dieses wie auch die folgenden Wandbilder verstärkt als eigenständige Arbeiten. Dabei kommen unterschiedliche Verfremdungsstrategien zum Einsatz: In der gemeinsam mit Manuela Ammer für das mumok in Wien konzipierten Sammlungspräsentation Das Tier in Dir\, 2022\, war die Verzerrung durch Schattenwurf motivgebend für die Wandbilder; bei der Arbeit In Pieces (Traklhaus\, Salzburg\, 2023) waren es die Fragmentierung\, Vergrößerung und Wiederholung einzelner visueller Versatzstücke einer kleinen Collage auf den Wänden der Ausstellungsräume. In den monumentalen Räumlichkeiten des Ludwig Forums greift Ulrike Müller schließlich auf diese Strategie der Vergrößerung\, des regelrechten Aufblasens ihrer Arbeit zurück. Indem sie das Modell des Museums im Zentrum des Lichtturms ausstellt\, eröffnet sie Fragen nach Maßstab\, Verortung und Relationen nicht nur innerhalb ihres Schaffens\, sondern sie stellt gleichermaßen die institutionellen und räumlichen Verhältnisse des Ausstellungsraums selbst zur Disposition. Neben Fragen über die Distribution von Größe und Wert zwischen einem Blatt Papier einerseits und der größten Wand eines Museums andererseits hinterfragt die Arbeit auch das Verhältnis von Zeichnung und Malerei\, den Status von Malerei in der Sammlung von Peter und Irene Ludwig\, von Sammlung und Architektur\, von Besucher*in und Institution. \nAnlässlich der Einzelausstellung Monument to My Paper Body von Ulrike Müller (09.12.2023–18.08.2024) wurde die von Harald Kunde initiierte Double Wall Projects-Reihe (2004–08) aufgegriffen\, bei der Künstler*innen im jährlich wechselnden Turnus eingeladen waren\, die beiden monumentalen Wände des Museums als künstlerische Interventionsfläche zu aktivieren. Seit Dezember 2023 ist die Reihe wieder fester Bestandteil des Ausstellungsprogramms am Ludwig Forum Aachen. \n  \nFoto: Mareike Tocha
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SUMMARY:Body Matters. Körperlichkeit in der Videokunst der 1970er Jahre
DESCRIPTION:Ende der 1960er Jahre wurden Video und Film zu prägenden Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst. Das Videoarchiv des Ludwig Forums umfasst rund 200 Arbeiten aus den 1960er und 1970er Jahren\, von denen viele wegweisend für die Geschichte des künstlerischen Bewegtbildes sind. Die 1970er Jahre gelten als Pionierphase der Videokunst\, in der Künstler*innen mit Video- und Filmkameras experimentierten und sich bewusst von etablierten Kunstformen sowie dem Fernsehen abgrenzten. Zentrale Themen waren Körperlichkeit\, Selbst- und Fremderfahrung\, feministische Kritik\, die Reflexion des Mediums selbst sowie soziokulturelle Analysen. Zu ihren ästhetischen Mitteln zählten Spiegelungen\, Lichtbrechungen\, technische Manipulationen sowie spielerische Momente\, Ironie und Humor. \nBody Matters präsentiert zehn Arbeiten\, die sich auf unterschiedliche Weise mit Körperlichkeit befassen. Hakudō Kobayashi und Bruce Nauman untersuchen den Körper als künstlerisches Medium\, Nauman insbesondere im Verhältnis zum Raum. John Baldessari und Jacques-Louis Nyst konzentrieren sich auf einfache Gesten – Interaktionen zwischen einer Hand und einem Hut oder einer Spiralfeder. Ron Hays beobachtet Hände beim Klavierspiel\, während Robert Morris das Zusammenspiel von Körper\, Raum und skulpturalen Elementen auf einen 16mm-Film festhält. \nUnter dem Einfluss der sozialen Bewegungen in den USA\, insbesondere der Bürgerrechtsbewegung\, verbreitete sich in den 1970er Jahre unter dem Begriff body politics die Einsicht\, dass Körper auf vielfältige Weise politisch sind. Der Leitsatz der Frauenbewegung lautete in jener Zeit: „The personal is political“ [Das Persönliche ist politisch]. Ein zentrales Anliegen war dabei das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Der künstlerische Feminismus\, wie ihn Joan Jonas und Ulrike Rosenbach prägten\, nutzte die Medien Film und Video\, um Geschlechterrollen\, patriarchale Strukturen\, stereotype Frauen- und Familienbilder\, Schönheitsnormen und die Objektivierung des weiblichen Körpers kritisch zu beleuchten. Auch Marina Abramović und Ulay (Frank Uwe Laysiepen) thematisieren in ihren gemeinsamen Arbeiten zwischenmenschliche Beziehungen\, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau. \nMit Arbeiten von Marina Abramović und Ulay\, John Baldessari\, Ron Hays\, Joan Jonas\, Hakudō Kobayashi\, Robert Morris\, Bruce Nauman\, Jacques-Louis Nyst\, Ulrike Rosenbach \n  \nCredit: Bruce Nauman\, Wall/Floor Positions (Wand/Boden Positionen)\, 1968\, 60 Min.\, Betacam SP\, s/w\, Ton\, digitalisiert\, Ludwig Forum Aachen. Bild: Videostill\, © VG Bild-Kunst\, Bonn 2026 \n\n\n					 Ausstellungsimpressum\n						\nKurator: Holger Otten \nPresse- und Öffentlichkeitsarbeit: Gesa Hüwe \nAusstellungsproduktion: Jaroslaw Gussmann\, Sarah Hauten \n\nKurator: Holger Otten \nPresse- und Öffentlichkeitsarbeit: Gesa Hüwe \nAusstellungsproduktion: Jaroslaw Gussmann\, Sarah Hauten
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SUMMARY:Nam June Paik. Earth\, Moon\, Sun
DESCRIPTION:Die dreiteilige Multimonitorinstallation Earth\, Moon\, Sun (1990) des Videokünstlers Nam June Paik (1932 – 2006) zählt zu den zentralen Werken der Aachener Bestände der Sammlung von Peter und Irene Ludwig. Eindrücklich demonstriert sie\, wie Paik\, der von 1958 bis 1963 im Rheinland lebte\, den Einsatz neuer Technologien als Kunstform in seinem Werk vorantrieb. Zugleich spiegelt sie sein großes Interesse für den Weltraum\, das Planetensystem\, sowie die Raumfahrt\, das sein gesamtes Schaffen durchzog. 1991 von Peter Ludwig als erstes Werk des Künstlers in seiner Sammlung von der Düsseldorfer Galerie Hans Mayer erworben\, hatte es seit der Museumseröffnung lange Zeit einen prominenten Platz im Lichtturm des Ludwig Forum inne. \nEarth\, Moon\, Sun kann sowohl als Symbol des progressiven Sammlerpaares Ludwig und seines Interesses an zeitgenössischer Medienkunst\, als auch der Innovationsstadt Aachen\, die mit der RWTH Aachen University ein führender Standort von Technologieentwicklung ist\, gelesen werden. Grundsätzlich lässt sich Medienkunst nur durch regelmäßige\, technische Generalüberholungen erhalten. Mit den 81 Röhrenfernsehern\, die in die skulpturalen Elemente von Earth\, Moon\, Sun eingebettet sind\, stellt diese Arbeit aus restauratorischer Sicht eine besondere Herausforderung dar\, da Ersatzgeräte kaum noch verfügbar sind. Seit 2012 werden Kathodenbildschirme nicht mehr produziert. Ein Austausch durch LED-Bildschirme ist jedoch durch die Bedeutung der verbauten gewölbten Monitore als eigenständige kompositorische Elemente innerhalb der Installation ausgeschlossen. Auch wäre die Nutzung von Flachbildschirmen aufgrund ihrer deutlich geringeren Lebensdauer wenig nachhaltig. Seit Juli 2024 durchlief Earth\, Moon\, Sun einen umfassenden Restaurierungsprozess: In drei Tranchen wurden die Monitore vom CRT-Lab Colorvac\, Labor für die Erhaltung von CRT-Monitoren im Bereich der Videokunst\, restauriert. Mit Christian Draheim\, der unter punktuellem Einbezug des ehemaligen Paik Assistenten Jochen Saueracker dieses Labor am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe betreibt\, konnten Medienrestauratoren gefunden werden\, die sich dieser speziellen Problematik widmen. Eine eigens von den beiden entwickelte Technik zur Wiederherstellung der Kathodenstrahlröhren ermöglicht die weitere Verwendung der alten Monitore auch nach dem Ende der industriellen Produktion. Ein weiterer Restaurierungsaspekt betraf die über die Jahre zerbrechlich gewordenen Plexiglashalterungen\, mit denen die Neon-Röhren des „Mondes“ befestigt sind. Durch eine Kooperation mit dem Visual Computing Institute der RWTH Aachen University unter der Leitung von Leif Kobbelt wurden diese mit Hilfe von 3D-Druck reproduziert und anschließend von den Museumsrestauratorinnen ausgetauscht. \nWährend des Prozesses blieb die Arbeit als offenes Restaurierungslabor für Besucher*innen zugänglich\, um diese zentralen Teilaspekte der musealen Arbeit – das Pflegen und die Instandhaltung von Kunstwerken – sichtbar zu machen. Anhand des Werkes einer der größten Pioniere der Medienkunst zeigte das Labor\, welch diverse technologischen Ansätze und interdisziplinäre Kooperationen in der Restaurierung zeitbasierter Kunst zusammenkommen. Seit März 2026 ist die Arbeit Earth\, Moon\, Sun wieder vollständig und restauriert im Ludwig Forum Aachen zu sehen. \nDie Restaurierung der Arbeit Earth\, Moon\, Sun wurde unterstützt von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und dem Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Nordthein-Westfalen. Kooperationspartner: RWTH Aachen University. \nFoto: Nathan Ishar
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SUMMARY:Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik. Aktuelle Prozessgestaltung
DESCRIPTION:Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik begleiten ab Mai 2026 gestalterisch tastend den Veränderungsprozess des Ludwig Forum. Gemeinsam mit dem Team des Ludwig Forums\, dem Museumsdienst\, dem Kulturbetrieb\, der Ludwig Stiftung und verschiedenen Akteur*innen aus der städtischen Verwaltung sowie mit Künstler*innen\, Besucher*innen\, den umliegenden Bildungseinrichtungen und Hochschulen soll eine neue räumliche Zugänglichkeit der Institution entwickelt werden. Dafür widmen wir uns einigen wichtigen Fragen der Weiterentwicklung des Ludwig Forums als Präsentationsort für Gegenwartskunst: \n\nWas kann ein Forum für internationale Kunst leisten?\nWie wird Kunst hier präsentiert\, wie Interdisziplinarität verstanden?\nAn wen richtet sich das Forum?\nWie wird für die körperlichen und sozialen Bedürfnisse von Besucher*innen gesorgt?\nWas sind die eigenen institutionellen Ein- und Ausschlussmechanismen\, an welchen Schwellen finden diese statt\, durch welche Gestaltung und strukturellen Entscheidungen werden diese spürbar oder sichtbar?\nWie kann Veränderung gemeinsam und schrittweise passieren?\n\nDie Fragen werden durch eine Reihe aufeinander aufbauender temporärer Gesten bearbeitet. Alle Interventionen\, die sich daraus ergeben\, sind jeweils mit der RAL Farbe 5021 Wasserblau gekennzeichnet. Die gestalterischen Eingriffe werden immer wieder durch neue überschrieben\, bis alle Prozesse Stück für Stück zu einem längerfristigen Ergebnis kommen. \nPhase 1 (ab Mai 2026)\nÖffnung des direkten Zugangs zur Ausstellungshalle durch die Demontage des alten Eingangsschilds „LUDWIG FORUM“ und Aufbahrung zu Buchstabenstapel. Eine temporäre Wegeführung\, ein provisorisches Bücher-Display als Topografie aus Bierbänken und die Erneuerung des Außenmobiliars und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Außenraum eröffnen den Umwandlungsprozess.
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SUMMARY:30 Werke für 100 Tage – Die Sammlung Ludwig und die Gegenwartskunst
DESCRIPTION:Die Ausstellung geht für 100 Tage zurück zu den frühen Erwerbungen zeitgenössischer Kunst des Aachener Sammlerehepaares Peter und Irene Ludwig. Bis zum Herbst 2026 präsentieren wir rund 30 Highlights der US-amerikanischen Bestände des Ludwig Forums aus der Zeit ab 1960 – ein Moment\, in dem man heute oft den Beginn der „Gegenwartskunst“ verortet. Ergänzt werden sie in jeweils durch Kunst\, die zeitgleich in Europa und Lateinamerika entsteht. \nDer US-amerikanische Kunstkritiker Arthur C. Danto (1923–2013) nimmt 1964 beim Anblick der Werke Andy Warhols einen Bruch wahr\, den er durch ein Gefühl der „Ununterscheidbarkeit“ von Kunst und Nicht-Kunst begründet: Der Kontext\, in dem ein Werk zu sehen ist\, wird wichtiger als der individuelle Ausdruck von Künstler*innen. Es ist der Beginn einer neuen Form des Realismus\, der eine Durchlässigkeit für das Alltägliche hat und spiegelt\, wie Wahrnehmung durch Medienkonsum geprägt ist. \nZur selben Zeit beginnen Irene und Peter Ludwig sich auf ihren Geschäftsreisen nach New York für Gegenwartskunst zu interessieren: Pop Art\, Minimalismus und weitere parallele Strömungen bieten in den USA ein Gegenmodell zur Kunst der Nachkriegsjahre und verorten Kunst im Hier und Jetzt – ein Bedürfnis\, das in der jungen Bundesrepublik der Wirtschaftswunderjahre ein besonderes Echo findet. Die Ludwigs kaufen und präsentieren als erste deutsche Kunstsammler*innen in den 1960er Jahren etwa 150 heute bedeutende Werke der Pop Art und lösen damit einen Trend aus: „American Pop really turns on German Art-Lovers“ (New York Times\, 27. Nov. 1970). \nDie Sammlungspräsentation zeigt zwei wichtige Strömungen der 1960er Jahre: Die Pop Art und den Minimalismus. Statt auf Subjektivität und Innerlichkeit setzen beide Strömungen affirmativ auf die Kühle der Oberfläche und auf ihre eigene materielle Realität. Ein dritter Abschnitt der Ausstellung zeigt auf\, wie ab den 1980er Jahren die Subjektivität in den Diskurs zurückkehrt: Künstler*innen\, deren Lebensweg von emanzipatorischen Kämpfen geprägt ist\, wie Jean Michel Basquiat (1960–1988) oder Lady Pink (*1964)\, verarbeiten in ihren Arbeiten persönliche\, emotionale und mediale Erfahrungen. Ihre Werke schaffen eine Art des Erzählens\, die Körperlichkeit\, Identität und Rebellion im Klammergriff der Gegenwart thematisiert. \nMit Arbeiten von Jo Baer\, Jean-Michel Basquiat\, María Magdalena Campos-Pons\, Lygia Clark\, Don Eddy\, Erró\, Richard Estes\, Ralph Ladell Goings\, Duane Hanson\, Alex Hay\,\nValerie Jaudon\, Jasper Johns\, Lady Pink\, Roy Lichtenstein\, Robert Longo\, Lee Lozano\, Piero Manzoni\, Rissa\, John Salt\, José Toirac\, Andy Warhol und Peter Young. \nCredits: Duane Hanson\, Supermarket Shopper\, 1970. Sammlung Ludwig\, Schenkung Peter und Irene Ludwig. © Duane Hanson/VG Bild-Kunst\, Bonn 2026\, Foto: Carl Brunn.
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SUMMARY:Anfänger – als hätten wir noch alles zu lernen
DESCRIPTION:Tut Kunst etwas oder sagt Kunst etwas?\nGibt es Kunst ohne Kontext?\nWie kann man Kunst beurteilen: allgemein oder persönlich?\nWas bedeutet es\, Kunst zu sammeln\, sie öffentlich auszustellen\, sie zu kuratieren?\nSollte man jegliche Kunst ausstellen?\nWie wird durch eine Anordnung von Kunstwerken Sinn erzeugt?\nBraucht Kunst überhaupt einen Sinn?\nHat jedes Kunstwerk nur eine Bedeutung?\nOder geht es um seinen Ausdruck?\nIst der Ausdruck der Sinn des Werks?\nKann ein Ausdruck gut\, schlecht oder inakzeptabel sein?\nWenn ja\, wer entscheidet das? Und zu wessen Problem wird es: Zum Problem des Einzelnen\, des Publikums insgesamt\, der Künstler*innen oder der Institution? \nDie Sammlung dieses Hauses umfasst Kunstwerke ab 1960 aus aller Welt mit den\nSchwerpunkten USA\, Europa\, ehemalige Sowjetunion\, China und Kuba. Sie geht vorwiegend auf die Sammlung des Ehepaars Irene und Peter Ludwig zurück. \nDieser Raum ist die Antwort auf eine Frage\, die von der neuen Direktorin während ihrer eigenen ersten Begegnung mit der Sammlung allen Mitarbeitenden des Ludwig Forums gestellt wurde: „Welche Werke aus unserer Sammlung sprechen besonders zu Ihnen\, welche gar nicht?“ Die hier gezeigten Arbeiten wurden von den Mitarbeitenden des Ludwig Forums ausgewählt und in einer gemeinsamen Aktion gehängt. Gefragt wurden die Mitarbeitenden aus den Bereichen Aufbau\, Aufsicht\, Ausstellungstechnik\, Besucher*innenservice\, Bibliothek\, Direktion\, Gebäudereinigung\, Inventar\, Kommunikation\, Kunstvermittlung\, Kuration\, Restaurierung\, Schreinerei\, Verwaltung. Die Ausstellung ist nach wie vor im Prozess und kann sich weiter verändern. \nStatt in einer nüchternen White Cube-Präsentation folgt die Ausstellung in ihrer dichten ‚Petersburger Hängung‘ einer Art Überwältigungspraxis\, die das Auge nicht richtet und nicht ruhen lässt – und wirft dafür eine Fülle von Fragen auf.
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SUMMARY:Margit Palme. Neuzugänge
DESCRIPTION:Selbstbewusste\, expressive Frauenfiguren sind die Protagonistinnen in den Druckgrafiken von Margit Palme (1939-2025). Ihre Aquatinta-Werke auf Papier entstanden über einen Zeitraum von sechs Jahrzehnten und zeichnen sich durch präzise Linienführung und ein reduziertes Farbspektrum aus. In verschiedenen Werkzyklen eignet sich die Künstlerin gegenderte Projektionen auf Frauenkörper an\, dreht sie um und spielt mit ihnen. Ihre Themen sind Mode und Stoffe\, Körperideale\, Tierdarstellungen\, Sport und Freizeit\, das Alleinsein und das Leben in der Großstadt. \nMargit Palme war eine österreichische Malerin und Grafikerin. Nach einer Ausbildung an der Modeschule Wien-Hetzendorf studierte sie Grafik und Lithografie in Linz und Salzburg und widmete sich ab den späten 1950er Jahren fast ausschließlich der Radiertechnik der Aquatinta. Im Zentrum ihrer Arbeiten\, die sich in ihrer Farbigkeit ab den späten 1960er Jahren verstärkt der aufkommenden Ästhetik der Pop Art annähern\, steht die Darstellung von Frauen. \nAnlässlich einer Ausstellung übergab Margit Palme 2023 dem Ludwig Forum 20 Grafiken. 2026 ergänzte die Tochter der Künstlerin\, Iris Barbara Kubowsky\, diese Schenkung um weitere 23 Arbeiten. Die Aquatinten\, die zwischen 1971 und 2025 entstanden sind\, erweitern die Sammlung des Ludwig Forums um eine wichtige weibliche Position. Durch ihre Nähe zur Pop Art ermöglichen Palmes Arbeiten eine kritische Hinterfragung und Erweiterung des nach wie vor stark männlich und US-amerikanisch geprägten Verständnisses dieser Kunstrichtung. Das Konvolut wird in zwei Teilen präsentiert: von Oktober bis Januar liegt der Fokus auf dem Umgang mit Körperidealen\, Tierdarstellungen und dem Großstadtleben. Der zweite Teil zeigt ab Mitte Januar Arbeiten zu den Themen Mode und Stoffe\, Zwänge und Masken. \nMit Dank an Margit Palme & Iris Barbara Kubowsky. \nCredits: Margit Palme\, Ohne Titel\, 1996. Ludwig Forum für Internationale Kunst\, Aachen\, Schenkung Tochter der Künstlerin\, Iris Barbara Kubowsky. Foto: Carl Brunn \n\n\n					 Ausstellungsimpressum\n						\nKuratorin: Mailin Haberland \nPresse- und Öffentlichkeitsarbeit: Gesa Hüwe\, Alexandra Wiederhold \nAusstellungsgrafik: JMMP \nAusstellungsproduktion: Jaroslaw Gussmann\, Sarah Hauten\, Costa Leventakos\, Wolfgang Meehsen \nWeitere Unterstützung in verschiedensten Fragen: Sonja Benzner\, Nora Riediger\, Rebekka Seubert\, Christina Sodermanns\, Werner Wosch \n\nKuratorin: Mailin Haberland \nPresse- und Öffentlichkeitsarbeit: Gesa Hüwe\, Alexandra Wiederhold \nAusstellungsgrafik: JMMP \nAusstellungsproduktion: Jaroslaw Gussmann\, Sarah Hauten\, Costa Leventakos\, Wolfgang Meehsen \nWeitere Unterstützung in verschiedensten Fragen: Sonja Benzner\, Nora Riediger\, Rebekka Seubert\, Christina Sodermanns\, Werner Wosch
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SUMMARY:As My Hands Became the Leaves. Landschaft und Umwelt in der Sammlung Ludwig
DESCRIPTION:Mit Arbeiten von Christo und Jeanne-Claude\, Danielle Dean\, Rackstraw Downes\, Anton Egloff\, Hamish Fulton\, Nancy Graves\, Michael Heizer\, Richard Long\, Robert Morris\, Robert Smithson und Alan Sonfist. \n2004 notiert der US-amerikanische Künstler Alan Sonfist: “I would twist my body into the hollow of the oak\, as my hands became the leaves“ [Ich würde meinen Körper in den Hohlraum der Eiche winden\, während meine Hände zu Blättern würden]. Seine Notiz dient als Impuls für diese Ausstellung mit Werken aus der Sammlung des Ludwig Forum\, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Bedingungen\, der Bearbeitung oder der Aneignung von Land(schaft) auseinandersetzen: Wie begegnen Künstler*innen von den späten 1960er Jahren bis heute den Spuren\, die der Mensch in der natürlichen Umwelt hinterlässt? Wie dokumentieren Künstler*innen ihre Begegnung mit der Tier- und Pflanzenwelt? Wie verarbeiten sie den menschlichen Eingriff in Landschaftsräume\, die zunehmend unter dem Einfluss industrieller und marktwirtschaftlicher Interessen stehen? Wie prägen Erzählungen die Wahrnehmung von Umwelt? \nMit Werken der Land Art\, mit Malerei\, Zeichnung\, Skulptur\, Fotografie und Videokunst zeigt die Ausstellung künstlerische Auseinandersetzungen mit Landschaft als Spurenträger von Vergangenheit und Gegenwart; als Linse\, durch welche Veränderungen und die komplexe Beziehung von Mensch und Umwelt sichtbar werden. \nKuratiert von Wiebke Wiesner \nCredits: Alan Sonfist\, Hand and Leaf\, 1976\, Sammlung Ludwig\, Leihgabe Peter und Irene Ludwig Stiftung\, Foto: Ludwig Forum Aachen
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SUMMARY:Iván Argote. Hier Zusammen
DESCRIPTION:Eröffnung: 27.11.2026\, 19 Uhr \nWas bedeutet es\, miteinander in Dialog zu treten und sich anderen Menschen gegenüber zu formulieren? Wie entsteht Gemeinschaft\, im Kleinen oder im Großen? Auf spielerische und humorvolle Weise thematisiert der kolumbianische Künstler Iván Argote die Reibungsflächen menschlichen Miteinanders. Seine interaktiven Projekte\, Performances\, Videoarbeiten und Protestaktionen schaffen Foren zur Aushandlung von Gemeinschaft\, zwischen individuellem Ausdruck und der Bereitschaft zur Verständigung. \nMit einer raumgreifenden neuen Arbeit transformiert der Künstler ab Ende November 2026 die Mittelhalle des Ludwig Forums in einen interaktiven Raum. Ab dem Frühjahr 2027 bietet Argote zudem eine Aachener Version von Activissime an – einer Reihe von Protestworkshops\, die der Künstler seit 15 Jahren weltweit realisiert: Dabei lernen Kinder im Alter von 6-10 Jahren auszudrücken\, welche Veränderungen sie sich für eine Welt der Zukunft wünschen. \nIván Argotes Hier Zusammen und die zeitgleich eröffnende Themenausstellung public/public: Zum Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit befragen das Wesen eines Forums und bilden damit den Programmauftakt für das Ludwig Forum unter seiner neuen Leitung. \nIván Argote (*1983 in Bogotá\, lebt in Paris) arbeitet interdisziplinär mit Skulptur\, Installation\, Film\, Performance und Aktionen für den öffentlichen Raum. Seine Arbeiten hinterfragen gesellschaftliche Machtverhältnisse und Bedingungen des kollektiven Erinnerns. Sie waren Teil von internationalen Ausstellungen\, u.a. der Venedig Biennale (2024)\, Lyon Biennale (2024)\, Cuenca Biennale (2023)\, BIENALSUR\, Bogotá (2017)\, Thessaloniki Biennale (2015) sowie der São Paulo Biennale (2012). Argotes Arbeiten waren außerdem u.a. zu sehen im Spreepark Art Space\, Berlin (2026); Highline Manhattan (2024-26); Rudolfinum-Galerie\, Prag (2025)\, MASP\, São Paulo (2025); Centre Pompidou\, Paris (2022 und 2020) sowie im MAXXI\, Rom (2018). Seine Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen\, darunter MoMA und Guggenheim Museum in New York\, Centre Pompidou in Paris\, Reina Sofía in Madrid\, LACMA in Los Angeles und MCA in Chicago. \nKuratiert von Esther Boehle und Rebekka Seubert \nDie Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung.Herzlichen Dank an den Spreepark Art Space\, Berlin. \nBild: Iván Argote\, Activissime!\, Bogotá\, Kolumbien\, 2025. In Zusammenarbeit mit La Red Cultural del Banco de la República de Bogotá & Escuela Nacional de Comercio de Bogotá. © Iván Argote
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SUMMARY:public/public. Zum Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit
DESCRIPTION:Eröffnung: 27.11.2026\, 19 Uhr \nMit Werken u.a. von Laurie Anderson\, Joseph Beuys\, Dara Birnbaum\, Alexander Kluge\, Yoko Ono\, Nam June Paik\, Ulrike Rosenbach\, Wolf Vostell und Andy Warhol. \nDas Ludwig Forum für Internationale Kunst versteht sich seit seiner Gründung 1991 als „eine andere Art Museum“ – als ein Forum\, in dem Kunst im Austausch mit der Öffentlichkeit verhandelt wird. Ausgehend von der eigenen Institutionsgeschichte und dem Anspruch des Aachener Sammlerpaars Irene und Peter Ludwig für die Öffentlichkeit zu sammeln\, befragt die Ausstellung public/public Veränderungen im Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit durch die Linse transatlantischer Beziehungen seit den 1960er Jahren. Wie richten sich Künstler*innen\, die Kunst und ihre Institutionen an die Öffentlichkeit? Was sind ihre Diskurs- und Dialogräume? \nAngetrieben von gesellschaftlichen Umbrüchen kommt es seit den 1960er Jahre nicht nur zu einer zunehmenden Entgrenzung und Vervielfältigung künstlerischer Ausdrucks- und Aktionsformen –Happening\, Performance-\, Video- und Klangkunst –\, sondern auch zu einem offensichtlichen Wandel im Verhältnis zum Publikum\, dem öffentlichen Raum und den Medien. Kunst ereignet sich zunehmend außerhalb institutioneller Räume. Betrachter*innen werden zu Teilnehmenden und Co-Produzent*innen. Ausgehend von diesen Verschiebungen untersucht public/public\, die sich bis 2028 als prozessual angelegte Ausstellung über vier Räume entwickelt\, Öffentlichkeit als Handlungs- und Konfliktraum im Wandel. \nÖffentlichkeit besteht aus vielfältigen Akteur*innen: Individuen\, Medien\, Netzwerke und Institutionen artikulieren sich in und über Teilöffentlichkeiten\, die jeweils eigene Formen der Identifikation und Partizipation hervorbringen\, aber immer auch Begrenzungen beschreiben. In dieser Perspektive lässt sich Öffentlichkeit als Reflexion eines inneren Systems von Einschlüssen und Ausschlüssen innerhalb liberaler Demokratien verstehen. Die Ausstellung wirft daher ein Licht auf Fragen der Sichtbarkeit und Möglichkeiten der Teilhabe\, auf Konflikte\, die Formierung von Gegenöffentlichkeiten und Formen der Subversion. \npublic/public und die zeitgleich eröffnende Einzelausstellung Hier Zusammen von Iván Argote befragen das Wesen eines Forums und bilden damit den Programmauftakt für das Ludwig Forum unter seiner neuen Leitung. \nFoto: Besucher des Festivals der Neuen Kunst am 20. Juli 1964 im Audimax der TH Aachen\, © Peter Thomann 1964/2011
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