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SUMMARY:Double Wall Project: Ulrike Müller
DESCRIPTION:Die Wandbilder Paper Body (ghost) und Paper Body (pointer) von Ulrike Müller (beide 2023)\, sind temporäre Monumentalisierungen zweier kleinformatiger Collagen\, die für die Architektur im Ludwig Forum entsprechend vergrößert als Farbflächen auf die Wand übertragen wurden. Die einzelnen ‚Papierschnipsel‘ der Collagen wurden dabei zu abstrakten\, zum Teil mehrschichtig in Schwammtechnik aufgetragenen Farbelementen. In den unteren Bereichen des rechten Wandbildes Paper Body (pointer) hat Ulrike Müller eine Gruppe von sechs Collagen der Serie Instrumentarium\, 2021\, integriert. Wie auch die Vorlagen der Wandbilder sind sie während der Coronapandemie entstanden\, um in einer Zeit verschobener Realitäten die eigenen Instrumentarien\, und damit die Formen\, Farben und Methoden ihres künstlerischen ‚Papierkörpers‘ zu befragen und als Werkzeuge auf einzelnen Blättern auszubreiten. Die Miniatures (2014)\, eine Gruppe von 13 kleinen Emaillearbeiten auf der Stirnwand des Treppenaufgangs\, sowie das Muster des für die Ausstellung gedruckten Stoffs der Sitzbank setzen dieses Spiel mit Größenverhältnissen und Materialübersetzungen fort. \nSeit 2013 verwendet Ulrike Müller für die architektur- und ortsbezogene Installation ihrer Ausstellungen farbig gestrichene Wände. Mit The Conference of the Animals (A Mural)\, 2020\, im New Yorker Queens Museum rückte das Wandbild selbst in den Vordergrund. Waren in Queens noch Zeichnungen und Druckgrafiken auf der bemalten Wand installiert\, fungierte dieses wie auch die folgenden Wandbilder verstärkt als eigenständige Arbeiten. Dabei kommen unterschiedliche Verfremdungsstrategien zum Einsatz: In der gemeinsam mit Manuela Ammer für das mumok in Wien konzipierten Sammlungspräsentation Das Tier in Dir\, 2022\, war die Verzerrung durch Schattenwurf motivgebend für die Wandbilder; bei der Arbeit In Pieces (Traklhaus\, Salzburg\, 2023) waren es die Fragmentierung\, Vergrößerung und Wiederholung einzelner visueller Versatzstücke einer kleinen Collage auf den Wänden der Ausstellungsräume. In den monumentalen Räumlichkeiten des Ludwig Forums greift Ulrike Müller schließlich auf diese Strategie der Vergrößerung\, des regelrechten Aufblasens ihrer Arbeit zurück. Indem sie das Modell des Museums im Zentrum des Lichtturms ausstellt\, eröffnet sie Fragen nach Maßstab\, Verortung und Relationen nicht nur innerhalb ihres Schaffens\, sondern sie stellt gleichermaßen die institutionellen und räumlichen Verhältnisse des Ausstellungsraums selbst zur Disposition. Neben Fragen über die Distribution von Größe und Wert zwischen einem Blatt Papier einerseits und der größten Wand eines Museums andererseits hinterfragt die Arbeit auch das Verhältnis von Zeichnung und Malerei\, den Status von Malerei in der Sammlung von Peter und Irene Ludwig\, von Sammlung und Architektur\, von Besucher*in und Institution. \nAnlässlich der Einzelausstellung Monument to My Paper Body von Ulrike Müller (09.12.2023–18.08.2024) wurde die von Harald Kunde initiierte Double Wall Projects-Reihe (2004–08) aufgegriffen\, bei der Künstler*innen im jährlich wechselnden Turnus eingeladen waren\, die beiden monumentalen Wände des Museums als künstlerische Interventionsfläche zu aktivieren. Seit Dezember 2023 ist die Reihe wieder fester Bestandteil des Ausstellungsprogramms am Ludwig Forum Aachen. \n  \nFoto: Mareike Tocha
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SUMMARY:Body Matters. Körperlichkeit in der Videokunst der 1970er Jahre
DESCRIPTION:Ende der 1960er Jahre wurden Video und Film zu prägenden Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst. Das Videoarchiv des Ludwig Forums umfasst rund 200 Arbeiten aus den 1960er und 1970er Jahren\, von denen viele wegweisend für die Geschichte des künstlerischen Bewegtbildes sind. Die 1970er Jahre gelten als Pionierphase der Videokunst\, in der Künstler*innen mit Video- und Filmkameras experimentierten und sich bewusst von etablierten Kunstformen sowie dem Fernsehen abgrenzten. Zentrale Themen waren Körperlichkeit\, Selbst- und Fremderfahrung\, feministische Kritik\, die Reflexion des Mediums selbst sowie soziokulturelle Analysen. Zu ihren ästhetischen Mitteln zählten Spiegelungen\, Lichtbrechungen\, technische Manipulationen sowie spielerische Momente\, Ironie und Humor. \nBody Matters präsentiert zehn Arbeiten\, die sich auf unterschiedliche Weise mit Körperlichkeit befassen. Hakudō Kobayashi und Bruce Nauman untersuchen den Körper als künstlerisches Medium\, Nauman insbesondere im Verhältnis zum Raum. John Baldessari und Jacques-Louis Nyst konzentrieren sich auf einfache Gesten – Interaktionen zwischen einer Hand und einem Hut oder einer Spiralfeder. Ron Hays beobachtet Hände beim Klavierspiel\, während Robert Morris das Zusammenspiel von Körper\, Raum und skulpturalen Elementen auf einen 16mm-Film festhält. \nUnter dem Einfluss der sozialen Bewegungen in den USA\, insbesondere der Bürgerrechtsbewegung\, verbreitete sich in den 1970er Jahre unter dem Begriff body politics die Einsicht\, dass Körper auf vielfältige Weise politisch sind. Der Leitsatz der Frauenbewegung lautete in jener Zeit: „The personal is political“ [Das Persönliche ist politisch]. Ein zentrales Anliegen war dabei das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Der künstlerische Feminismus\, wie ihn Joan Jonas und Ulrike Rosenbach prägten\, nutzte die Medien Film und Video\, um Geschlechterrollen\, patriarchale Strukturen\, stereotype Frauen- und Familienbilder\, Schönheitsnormen und die Objektivierung des weiblichen Körpers kritisch zu beleuchten. Auch Marina Abramović und Ulay (Frank Uwe Laysiepen) thematisieren in ihren gemeinsamen Arbeiten zwischenmenschliche Beziehungen\, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau. \nMit Arbeiten von Marina Abramović und Ulay\, John Baldessari\, Ron Hays\, Joan Jonas\, Hakudō Kobayashi\, Robert Morris\, Bruce Nauman\, Jacques-Louis Nyst\, Ulrike Rosenbach \nKuratiert von Holger Otten \nCredit: Bruce Nauman\, Wall/Floor Positions (Wand/Boden Positionen)\, 1968\, 60 Min.\, Betacam SP\, s/w\, Ton\, digitalisiert\, Ludwig Forum Aachen. Bild: Videostill\, © VG Bild-Kunst\, Bonn 2026
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SUMMARY:Nam June Paik. Earth\, Moon\, Sun
DESCRIPTION:Die dreiteilige Multimonitorinstallation Earth\, Moon\, Sun (1990) des Videokünstlers Nam June Paik (1932 – 2006) zählt zu den zentralen Werken der Aachener Bestände der Sammlung von Peter und Irene Ludwig. Eindrücklich demonstriert sie\, wie Paik\, der von 1958 bis 1963 im Rheinland lebte\, den Einsatz neuer Technologien als Kunstform in seinem Werk vorantrieb. Zugleich spiegelt sie sein großes Interesse für den Weltraum\, das Planetensystem\, sowie die Raumfahrt\, das sein gesamtes Schaffen durchzog. 1991 von Peter Ludwig als erstes Werk des Künstlers in seiner Sammlung von der Düsseldorfer Galerie Hans Mayer erworben\, hatte es seit der Museumseröffnung lange Zeit einen prominenten Platz im Lichtturm des Ludwig Forum inne. \nEarth\, Moon\, Sun kann sowohl als Symbol des progressiven Sammlerpaares Ludwig und seines Interesses an zeitgenössischer Medienkunst\, als auch der Innovationsstadt Aachen\, die mit der RWTH Aachen University ein führender Standort von Technologieentwicklung ist\, gelesen werden. Grundsätzlich lässt sich Medienkunst nur durch regelmäßige\, technische Generalüberholungen erhalten. Mit den 81 Röhrenfernsehern\, die in die skulpturalen Elemente von Earth\, Moon\, Sun eingebettet sind\, stellt diese Arbeit aus restauratorischer Sicht eine besondere Herausforderung dar\, da Ersatzgeräte kaum noch verfügbar sind. Seit 2012 werden Kathodenbildschirme nicht mehr produziert. Ein Austausch durch LED-Bildschirme ist jedoch durch die Bedeutung der verbauten gewölbten Monitore als eigenständige kompositorische Elemente innerhalb der Installation ausgeschlossen. Auch wäre die Nutzung von Flachbildschirmen aufgrund ihrer deutlich geringeren Lebensdauer wenig nachhaltig. Seit Juli 2024 durchlief Earth\, Moon\, Sun einen umfassenden Restaurierungsprozess: In drei Tranchen wurden die Monitore vom CRT-Lab Colorvac\, Labor für die Erhaltung von CRT-Monitoren im Bereich der Videokunst\, restauriert. Mit Christian Draheim\, der unter punktuellem Einbezug des ehemaligen Paik Assistenten Jochen Saueracker dieses Labor am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe betreibt\, konnten Medienrestauratoren gefunden werden\, die sich dieser speziellen Problematik widmen. Eine eigens von den beiden entwickelte Technik zur Wiederherstellung der Kathodenstrahlröhren ermöglicht die weitere Verwendung der alten Monitore auch nach dem Ende der industriellen Produktion. Ein weiterer Restaurierungsaspekt betraf die über die Jahre zerbrechlich gewordenen Plexiglashalterungen\, mit denen die Neon-Röhren des „Mondes“ befestigt sind. Durch eine Kooperation mit dem Visual Computing Institute der RWTH Aachen University unter der Leitung von Leif Kobbelt wurden diese mit Hilfe von 3D-Druck reproduziert und anschließend von den Museumsrestauratorinnen ausgetauscht. \nWährend des Prozesses blieb die Arbeit als offenes Restaurierungslabor für Besucher*innen zugänglich\, um diese zentralen Teilaspekte der musealen Arbeit – das Pflegen und die Instandhaltung von Kunstwerken – sichtbar zu machen. Anhand des Werkes einer der größten Pioniere der Medienkunst zeigte das Labor\, welch diverse technologischen Ansätze und interdisziplinäre Kooperationen in der Restaurierung zeitbasierter Kunst zusammenkommen. Seit März 2026 ist die Arbeit Earth\, Moon\, Sun wieder vollständig und restauriert im Ludwig Forum Aachen zu sehen. \nDie Restaurierung der Arbeit Earth\, Moon\, Sun wurde unterstützt von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und dem Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Nordthein-Westfalen. Kooperationspartner: RWTH Aachen University. \nFoto: Nathan Ishar
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SUMMARY:Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik. Aktuelle Prozessgestaltung
DESCRIPTION:Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik begleiten ab Mai 2026 gestalterisch tastend den Veränderungsprozess des Ludwig Forum. Gemeinsam mit dem Team des Ludwig Forums\, dem Museumsdienst\, dem Kulturbetrieb\, der Ludwig Stiftung und verschiedenen Akteur*innen aus der städtischen Verwaltung sowie mit Künstler*innen\, Besucher*innen\, den umliegenden Bildungseinrichtungen und Hochschulen soll eine neue räumliche Zugänglichkeit der Institution entwickelt werden. Dafür widmen wir uns einigen wichtigen Fragen der Weiterentwicklung des Ludwig Forums als Präsentationsort für Gegenwartskunst: \n\nWas kann ein Forum für internationale Kunst leisten?\nWie wird Kunst hier präsentiert\, wie Interdisziplinarität verstanden?\nAn wen richtet sich das Forum?\nWie wird für die körperlichen und sozialen Bedürfnisse von Besucher*innen gesorgt?\nWas sind die eigenen institutionellen Ein- und Ausschlussmechanismen\, an welchen Schwellen finden diese statt\, durch welche Gestaltung und strukturellen Entscheidungen werden diese spürbar oder sichtbar?\nWie kann Veränderung gemeinsam und schrittweise passieren?\n\nDie Fragen werden durch eine Reihe aufeinander aufbauender temporärer Gesten bearbeitet. Alle Interventionen\, die sich daraus ergeben\, sind jeweils mit der RAL Farbe 5021 Wasserblau gekennzeichnet. Die gestalterischen Eingriffe werden immer wieder durch neue überschrieben\, bis alle Prozesse Stück für Stück zu einem längerfristigen Ergebnis kommen. \nPhase 1 (ab Mai 2026)\nÖffnung des direkten Zugangs zur Ausstellungshalle durch die Demontage des alten Eingangsschilds „LUDWIG FORUM“ und Aufbahrung zu Buchstabenstapel. Eine temporäre Wegeführung\, ein provisorisches Bücher-Display als Topografie aus Bierbänken und die Erneuerung des Außenmobiliars und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Außenraum eröffnen den Umwandlungsprozess.
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SUMMARY:Christina Kubisch. The Emergence of Sound
DESCRIPTION:Seit über fünf Jahrzehnten arbeitet die Klangkünstlerin und Komponistin Christina Kubisch (*1948 in Bremen) im Grenzbereich von bildender Kunst und Musik und verbindet in ihrem Werk Komposition\, Installation\, Performance\, Zeichnung\, Video und elektronische Musik. The Emergence of Sound (dt. „Das Werden des Klangs“) ist zugleich Titel und Leitmotiv dieser Überblicksausstellung. Sie präsentiert Klang als Phänomen\, das sich in der Anordnung von Körper\, Material\, Signal und Bewegung immer neu bildet und in ihrem Zusammenspiel erfahrbar wird. Klang ist dabei immer auch Handlung: Er vergegenwärtigt sich in einem flexiblen sensorischen Prozess\, der die hier gezeigten Arbeiten miteinander verbindet. \nThe Emergence of Sound vereint ausgewählte Werke von 1975 bis 2026 und gibt einen umfangreichen Einblick in die Pionierarbeit der Künstlerin im Feld der Klangkunst. Der Schwerpunkt liegt dabei auf frühen Performances\, elektromagnetischen Forschungen und ihrem partizipativen Arbeitsansatz. \nAuf der Grundlage eigener technischer Forschung zu elektromagnetischer Induktion entwickelt Christina Kubisch seit den 1980er Jahren Klangräume\, die das Publikum durch aktive Teilnahme in das Kunstwerk einbeziehen. Darin werden Phänomene erfahrbar\, die unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwelle liegen. In der Ausstellung kann diese Forschung in zwei ortsbezogenen\, interaktiven Werken erlebt werden: Der Rauminstallation Kupfergarten (2024/26) sowie dem 98. Electrical Walk – einem kollektiven\, von der Künstlerin konzipierten Stadtspaziergang\, der ab dem Sommer das Erfahrungsfeld der Ausstellung in den Aachener Stadtraum erweitert. \nChristina Kubisch (*1948 in Bremen\, lebt in Berlin) gilt als Pionierin der Klangkunst im deutschsprachigen Raum und wurde vielfach ausgezeichnet\, zuletzt unter anderem mit dem Giga-Hertz-Preis des Karlsruher ZKM für ihr Lebenswerk. Ihre multimedialen Arbeiten wurde in Ausstellungen international präsentiert\, u.a. in Einzelausstellungen in den folgenden Institutionen: Kunsthall Trondheim (2022); Museo de Arte Contemporanea\, Porto; Saarlandmuseum\, Saarbrücken (beide 2021); Akademie der Künste\, Berlin (2018); Bangkok Art and Culture Center (2016); Creative Media Center\, Hongkong (2012); Kunsthalle Bremen (2008); MASS MoCA\, Massachussets Museum of Contemporary Art\, North Adams (1997). Es war Teil bedeutender Gruppenausstellungen zu Klangkunst u.a. im Maxxi Museo\, Rom (2024); Hamburger Bahnhof\, Berlin\, Kunsthalle Prag (beide 2022); HKW Berlin und Museum Tinguely\, Basel (2018); The Kitchen\, New York (2006); ZKM Karlsruhe (2005); Hayward Gallery\, London (2000). Ihre Werke waren in internationalen Biennalen vertreten\, wie der Venedig Biennale (1978\, 1980); documenta Kassel (1988\, 2017); Sharjah Biennale (2007). Sie waren Teil von internationalen Festivals u.a. März Musik der Berliner Festspiele (2024); Biennale Musica\, Venedig (2023); Ultima\, Oslo (2021); Ars Electronica\, Linz (2010). \nKuratiert von Miriam Schmidt \nDie Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und die Karin und Uwe Hollweg Stiftung. \nFoto: © Christina Kubisch \nVeranstaltungen\nEröffnung: The Emergence of Sound\nSamstag\, 23.5.2026\, 18 Uhr\nMit einer Performance von Francesco Marzano um 19:30 Uhr \nElectrical Walks mit Christina Kubisch\nSamstag\, 20.6.2026\, 14 und 16:30 Uhr\nInformationen und Anmeldung über museumsdienst[at]mail.aachen.de \nVertiefung: Electrical Walks\nSonntag\, 21.6.2026\, 15 Uhr\nZwei Impulsvorträge von Christina Kubisch (Elektromagnetische Erkundungen 2003–2026) und Prof. Dr. Anna Schürmer (Sonotopien) und einem anschließenden Künstlerinnengespräch moderiert von Rebekka Seubert \nFührung: The Emergence of Sound mit Miriam Schmidt (Kuratorin)\nDonnerstag\, 2.7.2026\, 18 Uhr
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SUMMARY:In bester Gesellschaft ... mit Ebersbach\, Graves\, Gronemeyer\, Jesdinsky\, Koons und Richter
DESCRIPTION:Mehr als 200 Kinder aus der Stadt und StädteRegion Aachen haben in den letzten Monaten mit unterschiedlichen Materialien experimentiert\, Ideen gesammelt\, gemalt und gestaltet. All das\, was zum Thema In bester Gesellschaft … mit Ebersbach\, Graves\, Gronemeyer\, Jesdinsky\, Koons und Richter in den Grundschulkursen des Aachener Modells entstanden ist\, präsentiert sich in einer vielseitigen Ausstellung. \nZusammen mit sechs ausgewählten Sammlungsexponaten bilden die Kunstwerke der Kinder einen eigenen\, fantasievollen Kosmos\, der über die ganzen Sommerferien hinweg im Ludwig Forum zu sehen sein wird. Denn die Kunstwerke der Sammlung möchten etwas Neues erleben\, einmal anders betrachtet werden und eine Umgebung finden\, in der sie noch nie zuvor gezeigt wurden! \nIn diesem Jahr wurden aus allen Beiträgen sechs Kunstwerke von einer sechsköpfigen Jury ausgewählt. Sie werden am Sonntag\, 28.06.2026 mit dem 17. Kinder-Förderpreis KUNST ausgezeichnet. \nPreisverleihung und Eröffnung\nSonntag\, 28.06.2026\, 12 Uhr \nBegrüßung\nHeinrich Brötz\, Dezernent für Bildung und Kultur\, Schule\, Jugend der Stadt Aachen\nRebekka Seubert\, Direktorin\, Ludwig Forum Aachen \nPreisverleihung\nTanja Wansel\, Stiftungsmanagerin\, Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen \nWir freuen uns auf ein buntes Fest mit Programm\, Eis und einer Kunstaktion – und das alles in bester Gesellschaft!\nDer Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. \nDie Vergabe des 17. Kinderförderpreises KUNST erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen. \nKünstler*innen der Ausstellung\nKinder der Aachener-Modell-Kurse\, Hartwig Ebersbach\, Nancy Graves\, Ellen Gronemeyer\, Bertram Jesdinsky\, Jeff Koons und Gerhard Richter
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SUMMARY:30 Werke für 100 Tage – Die Sammlung Ludwig und die Gegenwartskunst
DESCRIPTION:Die Ausstellung geht für 100 Tage zurück zu den frühen Erwerbungen zeitgenössischer Kunst des Aachener Sammlerehepaares Peter und Irene Ludwig. Bis zum Herbst 2026 präsentieren wir rund 30 Highlights der US-amerikanischen Bestände des Ludwig Forums aus der Zeit ab 1960 – ein Moment\, in dem man heute oft den Beginn der „Gegenwartskunst“ verortet. Ergänzt werden sie in jeweils durch Kunst\, die zeitgleich in Europa und Lateinamerika entsteht. \nDer US-amerikanische Kunstkritiker Arthur C. Danto (1923–2013) nimmt 1964 beim Anblick der Werke Andy Warhols einen Bruch wahr\, den er durch ein Gefühl der „Ununterscheidbarkeit“ von Kunst und Nicht-Kunst begründet: Der Kontext\, in dem ein Werk zu sehen ist\, wird wichtiger als der individuelle Ausdruck von Künstler*innen. Es ist der Beginn einer neuen Form des Realismus\, der eine Durchlässigkeit für das Alltägliche hat und spiegelt\, wie Wahrnehmung durch Medienkonsum geprägt ist. \nZur selben Zeit beginnen Irene und Peter Ludwig sich auf ihren Geschäftsreisen nach New York für Gegenwartskunst zu interessieren: Pop Art\, Minimalismus und weitere parallele Strömungen bieten in den USA ein Gegenmodell zur Kunst der Nachkriegsjahre und verorten Kunst im Hier und Jetzt – ein Bedürfnis\, das in der jungen Bundesrepublik der Wirtschaftswunderjahre ein besonderes Echo findet. Die Ludwigs kaufen und präsentieren als erste deutsche Kunstsammler*innen in den 1960er Jahren etwa 150 heute bedeutende Werke der Pop Art und lösen damit einen Trend aus: „American Pop really turns on German Art-Lovers“ (New York Times\, 27. Nov. 1970). \nDie Sammlungspräsentation zeigt zwei wichtige Strömungen der 1960er Jahre: Die Pop Art und den Minimalismus. Statt auf Subjektivität und Innerlichkeit setzen beide Strömungen affirmativ auf die Kühle der Oberfläche und auf ihre eigene materielle Realität. Ein dritter Abschnitt der Ausstellung zeigt auf\, wie ab den 1980er Jahren die Subjektivität in den Diskurs zurückkehrt: Künstler*innen\, deren Lebensweg von emanzipatorischen Kämpfen geprägt ist\, wie Jean Michel Basquiat (1960–1988) oder Lady Pink (*1964)\, verarbeiten in ihren Arbeiten persönliche\, emotionale und mediale Erfahrungen. Ihre Werke schaffen eine Art des Erzählens\, die Körperlichkeit\, Identität und Rebellion im Klammergriff der Gegenwart thematisiert. \nMit Arbeiten von Jo Baer\, Jean-Michel Basquiat\, María Magdalena Campos-Pons\, Lygia Clark\, Don Eddy\, Erró\, Richard Estes\, Ralph Ladell Goings\, Duane Hanson\, Alex Hay\,Valerie Jaudon\, Jasper Johns\, Lady Pink\, Roy Lichtenstein\, Robert Longo\, Lee Lozano\, Piero Manzoni\, Rissa\, John Salt\, José Toirac\, Andy Warhol und Peter Young. \n  \nCredits: Duane Hanson\, Supermarket Shopper\, 1970. Sammlung Ludwig\, Schenkung Peter und Irene Ludwig. © Duane Hanson/VG Bild-Kunst\, Bonn 2026\, Foto: Carl Brunn.
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SUMMARY:Anfänger – als hätten wir noch alles zu lernen
DESCRIPTION:Tut Kunst etwas oder sagt Kunst etwas? Gibt es Kunst ohne Kontext? Wie kann man Kunst beurteilen: allgemein oder persönlich? Was bedeutet es\, Kunst zu sammeln\, sie öffentlich auszustellen\, sie zu kuratieren? Sollte man jegliche Kunst ausstellen?Wie wird durch eine Anordnung von Kunstwerken Sinn erzeugt? Braucht Kunst überhaupt einen Sinn?Hat jedes Kunstwerk nur eine Bedeutung? Oder geht es um seinen Ausdruck?Ist der Ausdruck der Sinn des Werks? Kann ein Ausdruck gut\, schlecht oder inakzeptabel sein? Wenn ja\, wer entscheidet das? Und zu wessen Problem wird es: Zum Problem des Einzelnen\, des Publikums insgesamt\, der Künstler*innen oder der Institution? \nDie Sammlung dieses Hauses umfasst Kunstwerke ab 1960 aus aller Welt mit den Schwerpunkten USA\, Europa\, ehemalige Sowjetunion\, China und Kuba. Sie geht vorwiegend auf die Sammlung des Ehepaars Irene und Peter Ludwig zurück. \nDieser Raum ist die Antwort auf eine Frage\, die von der neuen Direktorin während ihrer eigenen ersten Begegnung mit der Sammlung allen Mitarbeitenden des Ludwig Forums gestellt wurde: „Welche Werke aus unserer Sammlung sprechen besonders zu Ihnen\, welche gar nicht?“ Die hier gezeigten Arbeiten wurden von den Mitarbeitenden des Ludwig Forums ausgewählt und in einer gemeinsamen Aktion gehängt. Gefragt wurden die Mitarbeitenden aus den Bereichen Aufbau\, Aufsicht\, Ausstellungstechnik\, Besucher*innenservice\, Bibliothek\, Direktion\, Gebäudereinigung\, Inventar\, Kommunikation\, Kunstvermittlung\, Kuration\, Restaurierung\, Schreinerei\, Verwaltung. Die Ausstellung ist nach wie vor im Prozess und kann sich weiter verändern. \nStatt in einer nüchternen White Cube-Präsentation folgt die Ausstellung in ihrer dichten ‚Petersburger Hängung‘ einer Art Überwältigungspraxis\, die das Auge nicht richtet und nicht ruhen lässt – und wirft dafür eine Fülle von Fragen auf.
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SUMMARY:Hamid Zénati. Cut Out
DESCRIPTION:Eröffnung: Freitag\, 16.10.2026\, 19 Uhr \nWeitere Informationen folgen in Kürze. \nDie Ausstellung wird in Kooperation mit dem Hamid Zénati Estate realisiert. \nKuratiert von Dr. Damian Lentini \nCredits: Hamid Zénati\, ohne Titel (WVZ 264)\, o. D.\, Stofffarbe auf Textil\, 200 x 151 cm. Courtesy Hamid Zénati Estate
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