Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik begleiten ab Mai 2026 gestalterisch tastend den Veränderungsprozess des Ludwig Forum. Gemeinsam mit dem Team des Ludwig Forums, dem Museumsdienst, dem Kulturbetrieb, der Ludwig Stiftung und verschiedenen Akteur*innen aus der städtischen Verwaltung sowie mit Künstler*innen, Besucher*innen, den umliegenden Bildungseinrichtungen und Hochschulen soll eine neue räumliche Zugänglichkeit der Institution entwickelt werden. Dafür widmen wir uns einigen wichtigen Fragen der Weiterentwicklung des Ludwig Forums als Präsentationsort für Gegenwartskunst:
- Was kann ein Forum für internationale Kunst leisten?
- Wie wird Kunst hier präsentiert, wie Interdisziplinarität verstanden?
- An wen richtet sich das Forum?
- Wie wird für die körperlichen und sozialen Bedürfnisse von Besucher*innen gesorgt?
- Was sind die eigenen institutionellen Ein- und Ausschlussmechanismen, an welchen Schwellen finden diese statt, durch welche Gestaltung und strukturellen Entscheidungen werden diese spürbar oder sichtbar?
- Wie kann Veränderung gemeinsam und schrittweise passieren?
Die Fragen werden durch eine Reihe aufeinander aufbauender temporärer Gesten bearbeitet. Alle Interventionen, die sich daraus ergeben, sind jeweils mit der RAL Farbe 5021 Wasserblau gekennzeichnet. Die gestalterischen Eingriffe werden immer wieder durch neue überschrieben, bis alle Prozesse Stück für Stück zu einem längerfristigen Ergebnis kommen.
Phase 1 (ab Mai 2026)
Öffnung des direkten Zugangs zur Ausstellungshalle durch die Demontage des alten Eingangsschilds „LUDWIG FORUM“ und Aufbahrung zu Buchstabenstapel. Eine temporäre Wegeführung, ein provisorisches Bücher-Display als Topografie aus Bierbänken und die Erneuerung des Außenmobiliars und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Außenraum eröffnen den Umwandlungsprozess.