Training the Archive

Exemplarisches Streudiagramm von Kunstwerken aus der offenen Sammlung des Statens Museum for Kunst, © Ludwig Forum Aachen

Museen sind nie nur Ausstellungshäuser und Depots von Sammlungen, Museen sind immer auch Orte der wissenschaftlichen Erforschung von Künsten, ihrer historischen sowie gesellschaftlichen Aspekte und Wirkung. Im Ludwig Forum Aachen wird neben der kuratorischen Tätigkeit konstant zu Themen geforscht, die in enger Verbindung zur Sammlung von Peter und Irene Ludwig stehen.

Kaum ein Aspekt der Digitalisierung ist heute so brisant wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), der soziokulturelle und -politische Strukturen bis in unsere Alltagswelt hinein maßgeblich verändern könnte. Eine Gruppe aus Wissenschaftler*innen des Ludwig Forum Aachen im Verbund mit dem Hartware MedienKunstVerein (HMKV) in Dortmund möchte die Entwicklungen zur KI begleiten, kritisch hinterfragen und die Technologie im Hinblick auf eine mögliche Anwendung in der Museumspraxis untersuchen.

Zu diesem Zweck startete Anfang 2020 mit „Training the Archive“ ein neues wissenschaftliches Forschungsprojekt, das im „Fonds Digital – Für den digitalen Wandel von Kulturinstitutionen“ im Programm "Kultur Digital" der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. „Training the Archive“ folgt somit auf die erfolgreich am Ludwig Forum Aachen abgeschlossenen Forschungsprojekte "Plattform Aachen", "Videoarchiv" und "Die Erfindung der Neuen Wilden". Auch der Verbundpartner HMKV widmet sich bereits seit 1996 dem Zusammenspiel von zeitgenössischer Medienkunst, Gesellschaft und Technologie in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen sowie Workshops, Vorträgen und Konferenzen.

In den kommenden vier Jahren (2020–2023) werden im Forschungsprojekt „Training the Archive“ Möglichkeiten und Risiken von KI in Bezug auf die automatisierte Strukturierung von Daten zur Unterstützung der kuratorischen Praxis und der künstlerischen Produktion ausgelotet. Damit verbunden ist die Forschungsfrage, ob KI Rechercheprozesse erlernen kann, sodass Muster, Zusammenhänge und Assoziationen erkennbar werden, die für den Menschen in dieser Form nicht ersichtlich sind. Gemeinsam mit internationalen Künstler*innen und Kurator*innen soll ein Verfahren erarbeitet werden, das hilft, digitale Archive – wie künftig auch die Sammlung des Ludwig Forum Aachen – fachlich neu erschließen zu können. Auch ein spielerischer Zugang zu den Werken des Hauses für Besucher*innen wird somit denkbar.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden kontinuierlich über die Website des Ludwig Forum Aachen und GitHub veröffentlicht. Für einen fachlichen Austausch ist ein Symposium mit internationalen Expert*innen Ende 2021 geplant. Bei der Umsetzung des Forschungsprojektes wird ein Open-Source-Ansatz angewendet, um Fortschritte direkt für interessierte Kunst- und Kultureinrichtungen und die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Anprechpartner

Dominik Bönisch (wiss. Projektleitung)
Tel. +49 (0)241 1807-140
dominik.boenisch[at]mail.aachen.de

Training the Archive

Ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von Algorithmen zur Mustererkennung in Big Data-Recherchen am Ludwig Forum Aachen und im HMKV, Dortmund.

Projektzeitraum: 01.2020 bis 12.2023
GitHub Respository 

Verbundpartner:
Verbundpartner:

Gefördert im Programm:
Gefördert im Programm:

Info

Jülicher Straße 97–109
52070 Aachen
Tel. +49 241 1807-104
Fax +49 241 1807-101
info@ludwigforum.de

 

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museumsdienst@mail.aachen.de